Kultur-, Sprach- , und nationale Grenzen verschieben sich

Die deutsch-dänische Grenze wurde mehrere Male versetzt. Foto: Lars Salomonsen

Die südliche Grenze für die zusammenhängende nordische Bebauuung führt ungefähr in einer Linie nördlich von Eckernförde und von dort nach Westen bis Friedrichstadt und Tönning an der Eidermündung.

 

Diese Linie bildet bis heute einen wichtigten Unterschied der Dialekte zwischen dem echten Plattdeutsch in der Region Niedersachsen und dem angelernten Plattdeutsch in den dänischen und frieischen Gebieten.

 

Das Dänische und Friesische ist das Ursprüngliche in Südschleswig, aber teilweise von der deutschen Kultur überdeckt. Um das Jahr 1800 war die dänische und friesische Sprache noch die dominierende Sprache ganz bis zur Schlei, Schleswig und Husum. Auch dort wo die Kirchen- Schul- und Verwaltungssprache Deutsch war.

 

Heute ist die Grenze weitestgehend auch die Grenze dafür, wo Dänisch beziehungsweise Deutsch die Hauptsprache ist.

 

Aber die Kenntnis des Dänischen in der Region südlich der Grenze ist nach 1920 und vor allem nach 1945 gewachsen, nachdem das Vereinsleben und die Schulen erblüht sind.

 

Man kann davon ausgehen, dass heute etwa 50.000 Südschleswiger Dänisch sprechen können. Die Anzahl der friesisch sprechenenden auf den Inseln und an der Westküste belaufen sich auf ca. 10.000.